Przewalski wild horse enclosure Tennenlohe
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Erlangen-Höchstadt, gemeindefreies Gebiet

90562 Erlangen-Höchstadt, gemeindefreies Gebiet, Germany

Przewalski wild horse enclosure Tennenlohe | Anfahrt & Gehege

Das Przewalski wild horse enclosure Tennenlohe ist kein klassischer Veranstaltungsort, sondern ein außergewöhnliches Naturziel, das sich für Spaziergänge, Familienausflüge und ruhige Stunden im Grünen eignet. Südöstlich von Erlangen liegt der Tennenloher Forst als weitläufiges Naturschutzgebiet mit offenen Sandflächen, lichten Kiefernwäldern, Moorbereichen und einem der bekanntesten Wildpferdeprojekte Deutschlands. Seit 2003 helfen Przewalski-Wildpferde dort dabei, wertvolle Offenflächen zu erhalten, und genau das macht den Ort für Besucher so besonders: Hier erlebt man Naturpflege nicht als Theorie, sondern unmittelbar im Gelände. Der Eintritt ist frei, das Areal ist jederzeit zugänglich, und die Wege lassen sich gut mit einem Ausflug in die Umgebung verbinden. Gleichzeitig ist das Gebiet ein Ort mit klaren Regeln, denn das frühere militärische Nutzungsgebiet verlangt Respekt und Aufmerksamkeit. Wer den Besuch ruhig angeht, auf den befestigten Wegen bleibt und genügend Zeit mitbringt, bekommt eine seltene Kombination aus Natur, Weite, Wildnisgefühl und Aussicht in einer Region, die nur wenige Minuten von Erlangen entfernt liegt. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/poi/wildpferde_im_tennenloher_fors-27422/))

Anfahrt, Parkplatz Turmberg und Buslinie 20/290/295

Die Anreise zum Przewalski wild horse enclosure Tennenlohe ist erfreulich unkompliziert, wenn man die offizielle Route kennt. Für Autofahrer ist der Parkplatz Turmberg der wichtigste Startpunkt. Er liegt an der Ausfahrt der B4 und dient als Ausgangspunkt für den Weg zum Pferdegelände. Von dort führt ein ungefähr 2 Kilometer langer Waldweg zum Gehege, sodass Sie nicht direkt bis an den Zaun heranfahren, sondern den Charakter des Gebiets bewusst zu Fuß erleben. Genau dieser kleine Zustieg ist Teil des Ausflugs: Schon auf dem Weg zum Gehege merkt man, wie schnell Stadt und Natur ineinander übergehen, und wie ruhig der Tennenloher Forst trotz seiner Lage am Rand eines Ballungsraums wirkt. Für Menschen, die mit dem Fahrrad kommen, ist das Gebiet ebenfalls attraktiv, denn das Gelände gilt als beliebtes Ziel für einen Fahrradausflug und die Wege in der Umgebung sind für eine entspannte Tour gut geeignet. Wer die Anfahrt plant, sollte allerdings ausreichend Zeit für den Hinweg, den Rückweg und eventuelle Fotopausen einrechnen. Das Gebiet ist zwar nah an Erlangen und Nürnberg, fühlt sich durch den Waldweg aber deutlich abgelegener an als ein typisches Ausflugsziel mit direkter Straßenanbindung. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/poi/wildpferde_im_tennenloher_fors-27422/))

Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Besuch gut machbar. Die offizielle Besucherinformation nennt die Haltestelle Tennenlohe Skulpturenpark als Ziel für die Linien 20, 290 und 295. Von dort aus folgt man der Sebastianstraße in südlicher Richtung bis zur Freiwilligen Feuerwehr Tennenlohe, die auf der linken Seite liegt. Hinter dem Feuerwehrgebäude geht der Fußweg weiter, dann über die rote Fußgängerbrücke direkt ins Naturschutzgebiet Tennenloher Forst. Diese Route ist nicht nur praktisch, sondern auch logisch aufgebaut: Der Übergang von der Haltestelle zum Wald zeigt schon, dass der Besuch als Spaziergang gedacht ist und nicht als kurzer Stopp an einem Parkplatz. Wer mit Kinderwagen, kleinen Kindern oder einem Tagesrucksack unterwegs ist, profitiert von dieser klaren Wegführung, sollte aber dennoch Wetter und Schuhwerk passend wählen. Für die meisten Besucher ist das Buskonzept deshalb besonders angenehm, weil es den Ausflug auch ohne Auto möglich macht und gleichzeitig die Naturbelastung reduziert. Gerade bei einem sensiblen Schutzgebiet ist das sinnvoll. In Kombination mit den kurzen, verständlichen Anfahrtsbeschreibungen entsteht so ein Besuchsziel, das sowohl für Einheimische als auch für Gäste aus der Region gut planbar bleibt. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/poi/wildpferde_im_tennenloher_fors-27422/))

Wenn Sie aus der Region kommen, lohnt sich eine Anreise mit dem Rad besonders, weil der Weg selbst schon Teil des Erlebnisses ist. Die Reviews von Besuchern beschreiben die Umgebung als angenehm zum Radfahren, und genau dieser Eindruck passt gut zum offiziellen Bild des Tennenloher Forsts als ruhigem Naturraum. Wer mit dem Auto anreist, sollte den Parkplatz Turmberg nicht mit einem Parkhaus oder Besucherzentrum verwechseln: Es gibt hier keinen städtischen Eventbetrieb, sondern einen naturnahen Ausgangspunkt. Das macht den Ort charmant, aber auch einfacher und direkter. Statt langer Vorbereitungen genügt es, den Parkplatz oder die Bushaltestelle als Start zu nehmen und den restlichen Weg bewusst zu Fuß zu gehen. So wird aus der Anfahrt bereits ein kleiner Teil des Ausflugs, und der Besuch beginnt nicht erst am Zaun des Geheges, sondern schon beim Eintauchen in die Landschaft. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/wanderwege/zu_den_wildpferden_im_tennenlo-4091/))

Rundweg, Gehege und Aussicht am Kugelfangwall

Der offizielle Wanderweg zu den Wildpferden ist mehr als nur ein Zubringer. Die Familienwanderung zu den Przewalski-Urwildpferden wird mit 2 Stunden und 8,7 Kilometern angegeben, wobei der Rundweg ungefähr 9 Kilometer lang ist und direkt am Zaun des großzügig angelegten Geheges entlangführt. Das macht den Weg besonders attraktiv für alle, die Natur sehen möchten, ohne eine anspruchsvolle Bergtour zu planen. Unter Bäumen, vorbei an kleinen Bächen und Mooren, entwickelt sich eine abwechslungsreiche Route, die gleichzeitig ruhig und lehrreich ist. Am Wegesrand stehen Tafeln mit Hintergrundwissen über das Naturschutzgebiet und seine Bewohner, sodass der Spaziergang auch inhaltlich spannend bleibt. Wer sich für Landschaftspflege interessiert, findet hier ein gutes Beispiel dafür, wie ein ehemaliger militärischer Übungsplatz in ein ökologisch wertvolles Schutzgebiet verwandelt werden kann. Gerade die Mischung aus offener Fläche, Waldrand, Blickachsen und Tierbeobachtung macht den Rundweg so abwechslungsreich. Die Strecke ist als leicht beschrieben, also auch für Familien gut geeignet, sofern man sich an die Wegregeln hält und genügend Zeit für Pausen einplant. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/wanderwege/zu_den_wildpferden_im_tennenlo-4091/))

Ein besonderes Highlight des Gebietes ist der ehemalige Kugelfangwall, von dem aus man eine weite Aussicht bis zur Nürnberger Burg und sogar bis in die Fränkische Schweiz genießen kann. Dieser Aussichtspunkt teilt das Gehege fast in zwei Hälften und gibt dem Ort eine zusätzliche räumliche Spannung: Einerseits sieht man die Weite des Schutzgebiets, andererseits wird deutlich, wie stark die Landschaft von ihrer Vergangenheit geprägt wurde. Wer das Gebiet besucht, erlebt also nicht nur Tiere, sondern auch Geländeformen, Sichtachsen und den Übergang zwischen Wald und offenem Sandbiotop. Genau diese Verbindung macht den Spaziergang so unverwechselbar. Das Gehege ist groß genug, um die Tiere nicht in einer künstlich engen Kulisse zu sehen, und gleichzeitig offen genug, um das Zusammenspiel von Pferden, Vegetation und Landschaft zu verstehen. Die offizielle Beschreibung betont, dass das Wandern entlang des Pferdegatters gefahrlos möglich ist, weil diese Bereiche entmunitioniert wurden. Das ist ein wichtiger Punkt: Der Weg selbst ist bewusst für Besucher geeignet, aber nur, wenn man den markierten Bereich respektiert. Wer einfach nur still entlanggeht, profitiert von genau der Art von Naturerlebnis, die Tennenlohe so beliebt macht. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/wanderwege/zu_den_wildpferden_im_tennenlo-4091/))

Auch bei einem kurzen Besuch lohnt sich der Blick auf die Struktur des Geländes. Das Gehege ist nicht wie ein klassischer Tierpark mit zentralem Rundgang aufgebaut, sondern in die Landschaft eingebettet. Dadurch wirken die Pferde nicht wie in einer Showanlage, sondern wie Teil eines lebenden Ökosystems. Das unterstützt die besondere Stimmung, die viele Besucher als ruhig, weit und natürlich beschreiben. Weil das Areal groß ist, kann es sinnvoll sein, ein wenig Zeit mitzubringen und den Rundweg nicht nur zügig abzulaufen, sondern an mehreren Punkten anzuhalten. Die Kombination aus weichem Boden, Waldwegen, offenen Sandflächen und Aussichtspunkten macht den Rundweg zu einem der wenigen Orte in der Region, an dem man mit wenig Aufwand ein fast halbtägiges Naturerlebnis bekommen kann. Für Fotografen ist die Strecke ebenso interessant wie für Familien, Naturfreunde oder Radwanderer. Wer die Umgebung aufmerksam liest, erkennt schnell, dass der Weg selbst Teil der Geschichte des Ortes ist und nicht bloß ein Zugang zum eigentlichen Ziel. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/wanderwege/zu_den_wildpferden_im_tennenlo-4091/))

Geschichte des Tennenloher Forst und der Wandel vom Truppenübungsplatz zum Schutzgebiet

Der Tennenloher Forst ist ein gutes Beispiel dafür, wie aus einer militärisch geprägten Fläche ein hoch sensibles Naturschutzgebiet werden kann. Die historischen Hinweise der Projektseite zeigen, dass bereits 1935 die Deutsche Wehrmacht einen Standortübungsplatz im heutigen Gebiet einrichtete und dafür große Waldflächen rodeten. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die US-Armee das Gelände weiter, und die militärische Nutzung dauerte bis in die frühen 1990er Jahre. Genau diese Jahrzehnte intensiver Nutzung haben die Landschaft nachhaltig geformt. Panzerbewegungen und Schießübungen hielten große offene Flächen frei, sodass sich auf den sandigen Böden besondere Lebensräume entwickeln konnten. Daraus entstanden Sandmagerrasen, Heideflächen und offene Bereiche, die heute für viele seltene Arten unverzichtbar sind. Was früher als Übungsplatz diente, ist deshalb heute aus ökologischer Sicht von außergewöhnlichem Wert. Die Offenflächen sind nicht einfach Zufallsreste, sondern das Ergebnis eines historischen Eingriffs, dessen Nachwirkungen im Naturschutz positiv weitergenutzt werden. ([wildpferde-tennenlohe.de](https://www.wildpferde-tennenlohe.de/geschichte.html))

Die offizielle Naturschutzbeschreibung macht deutlich, wie groß und bedeutend dieses Gebiet ist. Rund 930 Hektar des Sebalder Reichswaldes wurden 1994 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, und der Tennenloher Forst ist zudem Teil des europäischen Natura-2000-Netzes. Das Gebiet zählt zu den größten Sandbiotopkomplexen Bayerns und vereint trockene Sandmagerrasen, Heiden, lichte Kiefernwälder, Moorbereiche und sogar Erlenbruchwald. Damit ist es nicht nur ein schönes Ausflugsziel, sondern auch ein extrem vielfältiger Lebensraum. Über 1.800 Tier- und Pflanzenarten sind dort nachgewiesen, mehr als 330 davon sind stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Solche Zahlen zeigen, warum der Ort so streng geschützt wird und warum der Besucher auf den Wegen bleiben muss. Der Tennenloher Forst ist also nicht nur landschaftlich interessant, sondern auch fachlich bemerkenswert, weil er zu den wichtigsten Sandlebensräumen der Region gehört. Gerade in einer dicht besiedelten Umgebung ist so ein großflächiges Schutzgebiet von enormem Wert. ([wildpferde-tennenlohe.de](https://www.wildpferde-tennenlohe.de/das-naturschutzgebiet.html))

Die Entwicklung vom Militärgelände zum Naturschutzgebiet erklärt auch, warum der Tennenloher Forst heute so offen wirkt. Viele Pflanzen- und Tierarten, die Licht, Wärme und nährstoffarme Böden brauchen, profitieren von den ehemaligen Schießbahnen und den weiträumigen Freiflächen. Gleichzeitig würde ohne Pflege die natürliche Sukzession schnell wieder mehr Wald entstehen lassen. Genau deshalb sind Beweidung, Schutzkonzepte und Gebietsbetreuung so wichtig. Die Landschaft ist also nicht einfach stehen geblieben, sondern wird aktiv in einem bestimmten Zustand gehalten, damit die seltenen Arten ihren Lebensraum behalten. Das macht den Ort für Naturbeobachter besonders spannend, weil man hier die Wechselwirkung zwischen Geschichte, Nutzung und Schutz sehr direkt sehen kann. Wer den Spaziergang durch den Forst macht, bewegt sich deshalb nicht nur durch einen schönen Wald, sondern durch ein Landschaftsarchiv, das über Jahrzehnte und Nutzungsschichten erzählt. Diese historische Tiefe ist ein wesentlicher Grund dafür, warum viele Besucher das Gebiet als außergewöhnlich empfinden, selbst wenn sie eigentlich nur wegen der Pferde kommen. ([wildpferde-tennenlohe.de](https://www.wildpferde-tennenlohe.de/geschichte.html))

Przewalski-Pferde als Landschaftspfleger im Tennenloher Forst

Die eigentlichen Stars des Gebiets sind die Przewalski-Pferde. Auf der offiziellen Projektseite werden sie als vierbeinige Landschaftspfleger beschrieben, die seit 2003 auf rund 100 Hektar dafür sorgen, dass die Sandbewohner des Gebietes erhalten bleiben. Das ist aus Naturschutzsicht besonders clever, weil die Tiere das tun, was früher durch militärische Nutzung zufällig geschah: Sie halten Offenflächen frei, indem sie Gras, Kräuter und aufkommende Verbuschung beeinflussen. So bleibt der Lebensraum für Arten wie Heidelerche, Sandlaufkäfer und Schlingnatter erhalten. Der Ansatz verbindet Artenschutz, Landschaftspflege und Besuchererlebnis auf bemerkenswerte Weise. Für Gäste ist das Projekt deshalb nicht nur wegen der Pferde selbst interessant, sondern auch, weil es eine konkrete Antwort auf die Frage gibt, wie man offene Sandlebensräume dauerhaft bewahren kann. Die Tiere sind also nicht Dekoration, sondern aktiver Bestandteil eines ökologischen Konzepts. ([wildpferde-tennenlohe.de](https://www.wildpferde-tennenlohe.de/))

Die Przewalski-Pferde gelten als die letzten noch lebenden, echten Urwildpferde der Erde. Auf der Projektseite wird ihre Geschichte ausführlich erklärt: Sie stammen aus dem Verbreitungsraum der Wildpferde, wurden nach ihrem Entdecker Nikolaj Przewalski benannt und in freier Wildbahn gelten sie seit 1970 als ausgestorben. Umso wichtiger ist die Erhaltungszucht und der Einsatz in Beweidungsprojekten. Auch die äußeren Merkmale machen sie unverwechselbar. Sie sind mit einer Schulterhöhe von etwa 130 bis 145 Zentimetern kompakter gebaut als viele Haushaltsrassen, haben eine aufrecht stehende Mähne, einen kräftigen Körperbau und die typische sandfarbene Fellzeichnung mit dunklem Aalstrich. Wer die Tiere im Gehege sieht, erkennt also sehr schnell, dass es sich nicht um gewöhnliche Weidepferde handelt, sondern um eine besondere, seltene Unterart mit internationaler Schutzrelevanz. Das macht das Beobachten vor Ort noch interessanter, weil die Tiere biologisch und kulturgeschichtlich etwas sehr Eigenes mitbringen. Gerade dadurch wird der Besuch auch für Menschen spannend, die sich sonst nicht intensiv mit Pferden beschäftigen. ([wildpferde-tennenlohe.de](https://www.wildpferde-tennenlohe.de/przewalski-pferde.html))

Seit 2012 unterstützt zusätzlich eine Herde Pfauenziegen das Projekt. Sie kümmern sich um die Bekämpfung der aufkommenden Gehölze und ergänzen damit die Wirkung der Pferde. Diese Kombination ist ein schönes Beispiel für moderne Landschaftspflege, weil unterschiedliche Tierarten zusammenwirken, um einen bedrohten Lebensraum offen zu halten. Für Besucher ist das auch deshalb interessant, weil man nicht nur Pferde, sondern im weiteren Sinn ein funktionierendes Naturschutzsystem beobachten kann. Wichtig sind dabei die Verhaltensregeln: Die Wege dürfen nicht verlassen werden, Hunde müssen an die Leine, und die Tiere dürfen auf keinen Fall gefüttert werden. Der Projekttext warnt ausdrücklich davor, weil Fütterung zu schweren Erkrankungen und sogar Todesfällen führen kann. Wer diese Regeln ernst nimmt, trägt direkt dazu bei, dass der Ort erhalten bleibt. Gerade in Verbindung mit dem frei zugänglichen Besuchscharakter entsteht so ein ungewöhnlich offenes, aber zugleich verantwortungsbewusst organisiertes Naturerlebnis. Das Gehege ist damit nicht nur ein Ort zum Anschauen, sondern auch ein Ort zum Lernen über Artenschutz, Tierhaltung im Naturschutz und den respektvollen Umgang mit sensiblen Schutzgebieten. ([wildpferde-tennenlohe.de](https://www.wildpferde-tennenlohe.de/))

Besuchstipps, Sicherheit und warum sich der Ausflug lohnt

Wer das Przewalski wild horse enclosure Tennenlohe besucht, sollte den Ausflug als Naturerlebnis planen und nicht als schnellen Fotostopp. Die offizielle Besucherinformation sagt klar: Das Gebiet ist jederzeit geöffnet, der Eintritt ist frei, und der Zugang ist unkompliziert. Gleichzeitig gibt es aber ein sehr wichtiges Sicherheitsdetail, das man nicht übersehen darf. Der Tennenloher Forst war früher ein Schießplatz, und es wurden dort unter anderem Sprengmunitionen verschossen. Deshalb besteht Lebensgefahr, wenn man die geschotterten Wege verlässt. Gerade bei schönem Wetter ist die Versuchung groß, näher an freie Flächen zu gehen, aber genau das ist nicht erlaubt. Die befestigten Wege sind dagegen ausdrücklich vorgesehen und sicherer. Wer sich daran hält, kann das Gebiet ohne Probleme besuchen und genießt ein Naturerlebnis, das in dieser Form selten geworden ist. Für den Besuch lohnt sich außerdem wetterfeste Kleidung, gutes Schuhwerk und, je nach Jahreszeit, etwas Geduld. Das Gelände ist groß, die Tiere bewegen sich frei im Gehege, und die Wahrnehmung des Ortes lebt davon, dass man ihn nicht nur kurz durchläuft, sondern aufmerksam beobachtet. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/poi/wildpferde_im_tennenloher_fors-27422/))

Besonders schön ist, dass es regelmäßig Führungen über die Gebietsbetreuung gibt. Die LPV-Seite weist darauf hin, dass das Projekt ganzjährig besucht werden kann und dass Führungen angeboten werden. Das ist vor allem für Gäste interessant, die mehr über die Geschichte des Gebiets, die Pflanzenwelt oder die Rolle der Przewalski-Pferde erfahren möchten. Die Kombination aus freiem Zugang und fachlicher Begleitung ist für ein Schutzgebiet sehr wertvoll, weil sie das Gelände offen, aber nicht beliebig macht. Besucher erleben Tiere und Landschaft, verstehen aber gleichzeitig, warum der Ort so gepflegt und geschützt werden muss. Wer den Ausflug mit Kindern plant, findet hier einen guten Einstieg in Naturthemen, weil die Beobachtung unmittelbar und anschaulich ist. Auch für Erwachsene, die aus Erlangen, Nürnberg oder der weiteren Region kommen, lohnt sich der Besuch, weil er wenig organisatorischen Aufwand erfordert und trotzdem einen starken Eindruck hinterlässt. Gerade das Zusammenspiel aus Nähe zur Stadt, Ruhe im Wald und großflächigem Schutzgebiet ist ein wichtiger Teil des Reizes. Das Ziel ist also nicht nur schön, sondern auch funktional durchdacht. ([lpv-mittelfranken.de](https://www.lpv-mittelfranken.de/projekt-details/urwildpferde-als-landschaftspfleger.html))

Ein letzter praktischer Tipp betrifft die Erwartungshaltung. Die Anlage ist kein Zoo und kein klassischer Tierpark mit festen Öffnungszeiten, sondern ein weitläufiges Naturschutz- und Beweidungsprojekt. Wer hierher kommt, besucht einen Ort, an dem die Tiere Landschaftspflege leisten und die Natur im Mittelpunkt steht. Genau deshalb lohnt sich eine ruhige Haltung mehr als Eile. Man nimmt sich besser Zeit für den Waldweg, die Informationstafeln, den Blick vom Kugelfangwall und den langsamen Eindruck der offenen Sandlandschaft. Für Menschen, die gezielt nach den Suchbegriffen Przewalski Pferd Tennenlohe, Wildpferde Tennenloher Forst oder Przewalski wildpferd gehege Tennenlohe suchen, ist das Gebiet damit eine klare Empfehlung. Es verbindet freies Naturerlebnis, eine starke Geschichte und eine sehr besondere Tierart in einem Gebiet, das man auch ohne Eintrittskarte besuchen kann. Wer den Weg respektvoll geht, bekommt dafür nicht nur schöne Eindrücke, sondern auch ein echtes Verständnis dafür, wie moderne Landschaftspflege und Naturtourismus zusammen funktionieren können. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/poi/wildpferde_im_tennenloher_fors-27422/))

Quellen:

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Przewalski wild horse enclosure Tennenlohe | Anfahrt & Gehege

Das Przewalski wild horse enclosure Tennenlohe ist kein klassischer Veranstaltungsort, sondern ein außergewöhnliches Naturziel, das sich für Spaziergänge, Familienausflüge und ruhige Stunden im Grünen eignet. Südöstlich von Erlangen liegt der Tennenloher Forst als weitläufiges Naturschutzgebiet mit offenen Sandflächen, lichten Kiefernwäldern, Moorbereichen und einem der bekanntesten Wildpferdeprojekte Deutschlands. Seit 2003 helfen Przewalski-Wildpferde dort dabei, wertvolle Offenflächen zu erhalten, und genau das macht den Ort für Besucher so besonders: Hier erlebt man Naturpflege nicht als Theorie, sondern unmittelbar im Gelände. Der Eintritt ist frei, das Areal ist jederzeit zugänglich, und die Wege lassen sich gut mit einem Ausflug in die Umgebung verbinden. Gleichzeitig ist das Gebiet ein Ort mit klaren Regeln, denn das frühere militärische Nutzungsgebiet verlangt Respekt und Aufmerksamkeit. Wer den Besuch ruhig angeht, auf den befestigten Wegen bleibt und genügend Zeit mitbringt, bekommt eine seltene Kombination aus Natur, Weite, Wildnisgefühl und Aussicht in einer Region, die nur wenige Minuten von Erlangen entfernt liegt. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/poi/wildpferde_im_tennenloher_fors-27422/))

Anfahrt, Parkplatz Turmberg und Buslinie 20/290/295

Die Anreise zum Przewalski wild horse enclosure Tennenlohe ist erfreulich unkompliziert, wenn man die offizielle Route kennt. Für Autofahrer ist der Parkplatz Turmberg der wichtigste Startpunkt. Er liegt an der Ausfahrt der B4 und dient als Ausgangspunkt für den Weg zum Pferdegelände. Von dort führt ein ungefähr 2 Kilometer langer Waldweg zum Gehege, sodass Sie nicht direkt bis an den Zaun heranfahren, sondern den Charakter des Gebiets bewusst zu Fuß erleben. Genau dieser kleine Zustieg ist Teil des Ausflugs: Schon auf dem Weg zum Gehege merkt man, wie schnell Stadt und Natur ineinander übergehen, und wie ruhig der Tennenloher Forst trotz seiner Lage am Rand eines Ballungsraums wirkt. Für Menschen, die mit dem Fahrrad kommen, ist das Gebiet ebenfalls attraktiv, denn das Gelände gilt als beliebtes Ziel für einen Fahrradausflug und die Wege in der Umgebung sind für eine entspannte Tour gut geeignet. Wer die Anfahrt plant, sollte allerdings ausreichend Zeit für den Hinweg, den Rückweg und eventuelle Fotopausen einrechnen. Das Gebiet ist zwar nah an Erlangen und Nürnberg, fühlt sich durch den Waldweg aber deutlich abgelegener an als ein typisches Ausflugsziel mit direkter Straßenanbindung. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/poi/wildpferde_im_tennenloher_fors-27422/))

Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Besuch gut machbar. Die offizielle Besucherinformation nennt die Haltestelle Tennenlohe Skulpturenpark als Ziel für die Linien 20, 290 und 295. Von dort aus folgt man der Sebastianstraße in südlicher Richtung bis zur Freiwilligen Feuerwehr Tennenlohe, die auf der linken Seite liegt. Hinter dem Feuerwehrgebäude geht der Fußweg weiter, dann über die rote Fußgängerbrücke direkt ins Naturschutzgebiet Tennenloher Forst. Diese Route ist nicht nur praktisch, sondern auch logisch aufgebaut: Der Übergang von der Haltestelle zum Wald zeigt schon, dass der Besuch als Spaziergang gedacht ist und nicht als kurzer Stopp an einem Parkplatz. Wer mit Kinderwagen, kleinen Kindern oder einem Tagesrucksack unterwegs ist, profitiert von dieser klaren Wegführung, sollte aber dennoch Wetter und Schuhwerk passend wählen. Für die meisten Besucher ist das Buskonzept deshalb besonders angenehm, weil es den Ausflug auch ohne Auto möglich macht und gleichzeitig die Naturbelastung reduziert. Gerade bei einem sensiblen Schutzgebiet ist das sinnvoll. In Kombination mit den kurzen, verständlichen Anfahrtsbeschreibungen entsteht so ein Besuchsziel, das sowohl für Einheimische als auch für Gäste aus der Region gut planbar bleibt. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/poi/wildpferde_im_tennenloher_fors-27422/))

Wenn Sie aus der Region kommen, lohnt sich eine Anreise mit dem Rad besonders, weil der Weg selbst schon Teil des Erlebnisses ist. Die Reviews von Besuchern beschreiben die Umgebung als angenehm zum Radfahren, und genau dieser Eindruck passt gut zum offiziellen Bild des Tennenloher Forsts als ruhigem Naturraum. Wer mit dem Auto anreist, sollte den Parkplatz Turmberg nicht mit einem Parkhaus oder Besucherzentrum verwechseln: Es gibt hier keinen städtischen Eventbetrieb, sondern einen naturnahen Ausgangspunkt. Das macht den Ort charmant, aber auch einfacher und direkter. Statt langer Vorbereitungen genügt es, den Parkplatz oder die Bushaltestelle als Start zu nehmen und den restlichen Weg bewusst zu Fuß zu gehen. So wird aus der Anfahrt bereits ein kleiner Teil des Ausflugs, und der Besuch beginnt nicht erst am Zaun des Geheges, sondern schon beim Eintauchen in die Landschaft. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/wanderwege/zu_den_wildpferden_im_tennenlo-4091/))

Rundweg, Gehege und Aussicht am Kugelfangwall

Der offizielle Wanderweg zu den Wildpferden ist mehr als nur ein Zubringer. Die Familienwanderung zu den Przewalski-Urwildpferden wird mit 2 Stunden und 8,7 Kilometern angegeben, wobei der Rundweg ungefähr 9 Kilometer lang ist und direkt am Zaun des großzügig angelegten Geheges entlangführt. Das macht den Weg besonders attraktiv für alle, die Natur sehen möchten, ohne eine anspruchsvolle Bergtour zu planen. Unter Bäumen, vorbei an kleinen Bächen und Mooren, entwickelt sich eine abwechslungsreiche Route, die gleichzeitig ruhig und lehrreich ist. Am Wegesrand stehen Tafeln mit Hintergrundwissen über das Naturschutzgebiet und seine Bewohner, sodass der Spaziergang auch inhaltlich spannend bleibt. Wer sich für Landschaftspflege interessiert, findet hier ein gutes Beispiel dafür, wie ein ehemaliger militärischer Übungsplatz in ein ökologisch wertvolles Schutzgebiet verwandelt werden kann. Gerade die Mischung aus offener Fläche, Waldrand, Blickachsen und Tierbeobachtung macht den Rundweg so abwechslungsreich. Die Strecke ist als leicht beschrieben, also auch für Familien gut geeignet, sofern man sich an die Wegregeln hält und genügend Zeit für Pausen einplant. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/wanderwege/zu_den_wildpferden_im_tennenlo-4091/))

Ein besonderes Highlight des Gebietes ist der ehemalige Kugelfangwall, von dem aus man eine weite Aussicht bis zur Nürnberger Burg und sogar bis in die Fränkische Schweiz genießen kann. Dieser Aussichtspunkt teilt das Gehege fast in zwei Hälften und gibt dem Ort eine zusätzliche räumliche Spannung: Einerseits sieht man die Weite des Schutzgebiets, andererseits wird deutlich, wie stark die Landschaft von ihrer Vergangenheit geprägt wurde. Wer das Gebiet besucht, erlebt also nicht nur Tiere, sondern auch Geländeformen, Sichtachsen und den Übergang zwischen Wald und offenem Sandbiotop. Genau diese Verbindung macht den Spaziergang so unverwechselbar. Das Gehege ist groß genug, um die Tiere nicht in einer künstlich engen Kulisse zu sehen, und gleichzeitig offen genug, um das Zusammenspiel von Pferden, Vegetation und Landschaft zu verstehen. Die offizielle Beschreibung betont, dass das Wandern entlang des Pferdegatters gefahrlos möglich ist, weil diese Bereiche entmunitioniert wurden. Das ist ein wichtiger Punkt: Der Weg selbst ist bewusst für Besucher geeignet, aber nur, wenn man den markierten Bereich respektiert. Wer einfach nur still entlanggeht, profitiert von genau der Art von Naturerlebnis, die Tennenlohe so beliebt macht. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/wanderwege/zu_den_wildpferden_im_tennenlo-4091/))

Auch bei einem kurzen Besuch lohnt sich der Blick auf die Struktur des Geländes. Das Gehege ist nicht wie ein klassischer Tierpark mit zentralem Rundgang aufgebaut, sondern in die Landschaft eingebettet. Dadurch wirken die Pferde nicht wie in einer Showanlage, sondern wie Teil eines lebenden Ökosystems. Das unterstützt die besondere Stimmung, die viele Besucher als ruhig, weit und natürlich beschreiben. Weil das Areal groß ist, kann es sinnvoll sein, ein wenig Zeit mitzubringen und den Rundweg nicht nur zügig abzulaufen, sondern an mehreren Punkten anzuhalten. Die Kombination aus weichem Boden, Waldwegen, offenen Sandflächen und Aussichtspunkten macht den Rundweg zu einem der wenigen Orte in der Region, an dem man mit wenig Aufwand ein fast halbtägiges Naturerlebnis bekommen kann. Für Fotografen ist die Strecke ebenso interessant wie für Familien, Naturfreunde oder Radwanderer. Wer die Umgebung aufmerksam liest, erkennt schnell, dass der Weg selbst Teil der Geschichte des Ortes ist und nicht bloß ein Zugang zum eigentlichen Ziel. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/wanderwege/zu_den_wildpferden_im_tennenlo-4091/))

Geschichte des Tennenloher Forst und der Wandel vom Truppenübungsplatz zum Schutzgebiet

Der Tennenloher Forst ist ein gutes Beispiel dafür, wie aus einer militärisch geprägten Fläche ein hoch sensibles Naturschutzgebiet werden kann. Die historischen Hinweise der Projektseite zeigen, dass bereits 1935 die Deutsche Wehrmacht einen Standortübungsplatz im heutigen Gebiet einrichtete und dafür große Waldflächen rodeten. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die US-Armee das Gelände weiter, und die militärische Nutzung dauerte bis in die frühen 1990er Jahre. Genau diese Jahrzehnte intensiver Nutzung haben die Landschaft nachhaltig geformt. Panzerbewegungen und Schießübungen hielten große offene Flächen frei, sodass sich auf den sandigen Böden besondere Lebensräume entwickeln konnten. Daraus entstanden Sandmagerrasen, Heideflächen und offene Bereiche, die heute für viele seltene Arten unverzichtbar sind. Was früher als Übungsplatz diente, ist deshalb heute aus ökologischer Sicht von außergewöhnlichem Wert. Die Offenflächen sind nicht einfach Zufallsreste, sondern das Ergebnis eines historischen Eingriffs, dessen Nachwirkungen im Naturschutz positiv weitergenutzt werden. ([wildpferde-tennenlohe.de](https://www.wildpferde-tennenlohe.de/geschichte.html))

Die offizielle Naturschutzbeschreibung macht deutlich, wie groß und bedeutend dieses Gebiet ist. Rund 930 Hektar des Sebalder Reichswaldes wurden 1994 als Naturschutzgebiet ausgewiesen, und der Tennenloher Forst ist zudem Teil des europäischen Natura-2000-Netzes. Das Gebiet zählt zu den größten Sandbiotopkomplexen Bayerns und vereint trockene Sandmagerrasen, Heiden, lichte Kiefernwälder, Moorbereiche und sogar Erlenbruchwald. Damit ist es nicht nur ein schönes Ausflugsziel, sondern auch ein extrem vielfältiger Lebensraum. Über 1.800 Tier- und Pflanzenarten sind dort nachgewiesen, mehr als 330 davon sind stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Solche Zahlen zeigen, warum der Ort so streng geschützt wird und warum der Besucher auf den Wegen bleiben muss. Der Tennenloher Forst ist also nicht nur landschaftlich interessant, sondern auch fachlich bemerkenswert, weil er zu den wichtigsten Sandlebensräumen der Region gehört. Gerade in einer dicht besiedelten Umgebung ist so ein großflächiges Schutzgebiet von enormem Wert. ([wildpferde-tennenlohe.de](https://www.wildpferde-tennenlohe.de/das-naturschutzgebiet.html))

Die Entwicklung vom Militärgelände zum Naturschutzgebiet erklärt auch, warum der Tennenloher Forst heute so offen wirkt. Viele Pflanzen- und Tierarten, die Licht, Wärme und nährstoffarme Böden brauchen, profitieren von den ehemaligen Schießbahnen und den weiträumigen Freiflächen. Gleichzeitig würde ohne Pflege die natürliche Sukzession schnell wieder mehr Wald entstehen lassen. Genau deshalb sind Beweidung, Schutzkonzepte und Gebietsbetreuung so wichtig. Die Landschaft ist also nicht einfach stehen geblieben, sondern wird aktiv in einem bestimmten Zustand gehalten, damit die seltenen Arten ihren Lebensraum behalten. Das macht den Ort für Naturbeobachter besonders spannend, weil man hier die Wechselwirkung zwischen Geschichte, Nutzung und Schutz sehr direkt sehen kann. Wer den Spaziergang durch den Forst macht, bewegt sich deshalb nicht nur durch einen schönen Wald, sondern durch ein Landschaftsarchiv, das über Jahrzehnte und Nutzungsschichten erzählt. Diese historische Tiefe ist ein wesentlicher Grund dafür, warum viele Besucher das Gebiet als außergewöhnlich empfinden, selbst wenn sie eigentlich nur wegen der Pferde kommen. ([wildpferde-tennenlohe.de](https://www.wildpferde-tennenlohe.de/geschichte.html))

Przewalski-Pferde als Landschaftspfleger im Tennenloher Forst

Die eigentlichen Stars des Gebiets sind die Przewalski-Pferde. Auf der offiziellen Projektseite werden sie als vierbeinige Landschaftspfleger beschrieben, die seit 2003 auf rund 100 Hektar dafür sorgen, dass die Sandbewohner des Gebietes erhalten bleiben. Das ist aus Naturschutzsicht besonders clever, weil die Tiere das tun, was früher durch militärische Nutzung zufällig geschah: Sie halten Offenflächen frei, indem sie Gras, Kräuter und aufkommende Verbuschung beeinflussen. So bleibt der Lebensraum für Arten wie Heidelerche, Sandlaufkäfer und Schlingnatter erhalten. Der Ansatz verbindet Artenschutz, Landschaftspflege und Besuchererlebnis auf bemerkenswerte Weise. Für Gäste ist das Projekt deshalb nicht nur wegen der Pferde selbst interessant, sondern auch, weil es eine konkrete Antwort auf die Frage gibt, wie man offene Sandlebensräume dauerhaft bewahren kann. Die Tiere sind also nicht Dekoration, sondern aktiver Bestandteil eines ökologischen Konzepts. ([wildpferde-tennenlohe.de](https://www.wildpferde-tennenlohe.de/))

Die Przewalski-Pferde gelten als die letzten noch lebenden, echten Urwildpferde der Erde. Auf der Projektseite wird ihre Geschichte ausführlich erklärt: Sie stammen aus dem Verbreitungsraum der Wildpferde, wurden nach ihrem Entdecker Nikolaj Przewalski benannt und in freier Wildbahn gelten sie seit 1970 als ausgestorben. Umso wichtiger ist die Erhaltungszucht und der Einsatz in Beweidungsprojekten. Auch die äußeren Merkmale machen sie unverwechselbar. Sie sind mit einer Schulterhöhe von etwa 130 bis 145 Zentimetern kompakter gebaut als viele Haushaltsrassen, haben eine aufrecht stehende Mähne, einen kräftigen Körperbau und die typische sandfarbene Fellzeichnung mit dunklem Aalstrich. Wer die Tiere im Gehege sieht, erkennt also sehr schnell, dass es sich nicht um gewöhnliche Weidepferde handelt, sondern um eine besondere, seltene Unterart mit internationaler Schutzrelevanz. Das macht das Beobachten vor Ort noch interessanter, weil die Tiere biologisch und kulturgeschichtlich etwas sehr Eigenes mitbringen. Gerade dadurch wird der Besuch auch für Menschen spannend, die sich sonst nicht intensiv mit Pferden beschäftigen. ([wildpferde-tennenlohe.de](https://www.wildpferde-tennenlohe.de/przewalski-pferde.html))

Seit 2012 unterstützt zusätzlich eine Herde Pfauenziegen das Projekt. Sie kümmern sich um die Bekämpfung der aufkommenden Gehölze und ergänzen damit die Wirkung der Pferde. Diese Kombination ist ein schönes Beispiel für moderne Landschaftspflege, weil unterschiedliche Tierarten zusammenwirken, um einen bedrohten Lebensraum offen zu halten. Für Besucher ist das auch deshalb interessant, weil man nicht nur Pferde, sondern im weiteren Sinn ein funktionierendes Naturschutzsystem beobachten kann. Wichtig sind dabei die Verhaltensregeln: Die Wege dürfen nicht verlassen werden, Hunde müssen an die Leine, und die Tiere dürfen auf keinen Fall gefüttert werden. Der Projekttext warnt ausdrücklich davor, weil Fütterung zu schweren Erkrankungen und sogar Todesfällen führen kann. Wer diese Regeln ernst nimmt, trägt direkt dazu bei, dass der Ort erhalten bleibt. Gerade in Verbindung mit dem frei zugänglichen Besuchscharakter entsteht so ein ungewöhnlich offenes, aber zugleich verantwortungsbewusst organisiertes Naturerlebnis. Das Gehege ist damit nicht nur ein Ort zum Anschauen, sondern auch ein Ort zum Lernen über Artenschutz, Tierhaltung im Naturschutz und den respektvollen Umgang mit sensiblen Schutzgebieten. ([wildpferde-tennenlohe.de](https://www.wildpferde-tennenlohe.de/))

Besuchstipps, Sicherheit und warum sich der Ausflug lohnt

Wer das Przewalski wild horse enclosure Tennenlohe besucht, sollte den Ausflug als Naturerlebnis planen und nicht als schnellen Fotostopp. Die offizielle Besucherinformation sagt klar: Das Gebiet ist jederzeit geöffnet, der Eintritt ist frei, und der Zugang ist unkompliziert. Gleichzeitig gibt es aber ein sehr wichtiges Sicherheitsdetail, das man nicht übersehen darf. Der Tennenloher Forst war früher ein Schießplatz, und es wurden dort unter anderem Sprengmunitionen verschossen. Deshalb besteht Lebensgefahr, wenn man die geschotterten Wege verlässt. Gerade bei schönem Wetter ist die Versuchung groß, näher an freie Flächen zu gehen, aber genau das ist nicht erlaubt. Die befestigten Wege sind dagegen ausdrücklich vorgesehen und sicherer. Wer sich daran hält, kann das Gebiet ohne Probleme besuchen und genießt ein Naturerlebnis, das in dieser Form selten geworden ist. Für den Besuch lohnt sich außerdem wetterfeste Kleidung, gutes Schuhwerk und, je nach Jahreszeit, etwas Geduld. Das Gelände ist groß, die Tiere bewegen sich frei im Gehege, und die Wahrnehmung des Ortes lebt davon, dass man ihn nicht nur kurz durchläuft, sondern aufmerksam beobachtet. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/poi/wildpferde_im_tennenloher_fors-27422/))

Besonders schön ist, dass es regelmäßig Führungen über die Gebietsbetreuung gibt. Die LPV-Seite weist darauf hin, dass das Projekt ganzjährig besucht werden kann und dass Führungen angeboten werden. Das ist vor allem für Gäste interessant, die mehr über die Geschichte des Gebiets, die Pflanzenwelt oder die Rolle der Przewalski-Pferde erfahren möchten. Die Kombination aus freiem Zugang und fachlicher Begleitung ist für ein Schutzgebiet sehr wertvoll, weil sie das Gelände offen, aber nicht beliebig macht. Besucher erleben Tiere und Landschaft, verstehen aber gleichzeitig, warum der Ort so gepflegt und geschützt werden muss. Wer den Ausflug mit Kindern plant, findet hier einen guten Einstieg in Naturthemen, weil die Beobachtung unmittelbar und anschaulich ist. Auch für Erwachsene, die aus Erlangen, Nürnberg oder der weiteren Region kommen, lohnt sich der Besuch, weil er wenig organisatorischen Aufwand erfordert und trotzdem einen starken Eindruck hinterlässt. Gerade das Zusammenspiel aus Nähe zur Stadt, Ruhe im Wald und großflächigem Schutzgebiet ist ein wichtiger Teil des Reizes. Das Ziel ist also nicht nur schön, sondern auch funktional durchdacht. ([lpv-mittelfranken.de](https://www.lpv-mittelfranken.de/projekt-details/urwildpferde-als-landschaftspfleger.html))

Ein letzter praktischer Tipp betrifft die Erwartungshaltung. Die Anlage ist kein Zoo und kein klassischer Tierpark mit festen Öffnungszeiten, sondern ein weitläufiges Naturschutz- und Beweidungsprojekt. Wer hierher kommt, besucht einen Ort, an dem die Tiere Landschaftspflege leisten und die Natur im Mittelpunkt steht. Genau deshalb lohnt sich eine ruhige Haltung mehr als Eile. Man nimmt sich besser Zeit für den Waldweg, die Informationstafeln, den Blick vom Kugelfangwall und den langsamen Eindruck der offenen Sandlandschaft. Für Menschen, die gezielt nach den Suchbegriffen Przewalski Pferd Tennenlohe, Wildpferde Tennenloher Forst oder Przewalski wildpferd gehege Tennenlohe suchen, ist das Gebiet damit eine klare Empfehlung. Es verbindet freies Naturerlebnis, eine starke Geschichte und eine sehr besondere Tierart in einem Gebiet, das man auch ohne Eintrittskarte besuchen kann. Wer den Weg respektvoll geht, bekommt dafür nicht nur schöne Eindrücke, sondern auch ein echtes Verständnis dafür, wie moderne Landschaftspflege und Naturtourismus zusammen funktionieren können. ([visit-erlangen.de](https://www.visit-erlangen.de/poi/wildpferde_im_tennenloher_fors-27422/))

Quellen:

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Häufig gestellte Fragen

Bewertungen

EO

evrim oku

17. August 2023

Sehr schöne Umgebung, großartiger Campingplatz für Pferde 😀 Ich hatte keine Gelegenheit, sie wild herumlaufen zu sehen. Die Straßen in der Umgebung sind ganz nett zum Radfahren. Zum Wandern ist dieser Teil der Gegend etwas langweilig.

GC

George Cee

9. September 2024

Wunderschöne Landschaft und wunderschöne Tiere. Man kann ganz einfach mit dem Bus dorthin gelangen (außer sonntags). Es gibt ein paar Sackgassen-Wanderwege, aber viele Plätze zum Sitzen und Entspannen und die Pferde zu beobachten. Vergiss nicht, ein Buch mitzubringen, falls sie in einem anderen Teil des Geheges sind.

RL

Rissa Gan Laszlo

15. Mai 2019

Wander- und Radfahrgebiet für Erwachsene und kleinere Kinder.

AS

Achim Schmidt

7. August 2022

Ein schöner Naturort zwischen Erlangen und Nürnberg.

RA

Ricardo Abreu

12. Mai 2020

Toller Ort, hoffentlich können sie in Zukunft noch mehr Pferde hinzufügen 😁