Erlangen im Nationalsozialismus: Ein historischer Rundgang durch die Stadt


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Erlangen im Nationalsozialismus: Geschichte im Stadtraum erleben
Wie veränderte der Nationalsozialismus das Leben in Erlangen? Der historische Rundgang am 25. Oktober 2026 führt an Orte, an denen sich politische Radikalisierung, Ausgrenzung und gesellschaftliche Anpassung im Stadtbild ablesen lassen. Zwischen 1933 und 1945 wurde der Alltag durch die Einbindung des Einzelnen in die sogenannte Volksgemeinschaft politisiert.
Bücherverbrennung, Antisemitismus und Novemberpogrome
Die Führung widmet sich den lokalen Auswirkungen des Antisemitismus, der Bücherverbrennung und der Novemberpogrome. Erlangen erscheint dabei nicht als abstrakter Schauplatz der Zeitgeschichte, sondern als konkrete Stadt mit Straßen, Plätzen und Institutionen, an denen sich die Mechanismen von Verfolgung und Machtentfaltung nachvollziehen lassen.
Die FAU und die politische Geschichte der Stadt
Eine besondere Rolle spielt die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie wurde als erste nationalsozialistische Hochschule im Reich bekannt. Der Rundgang ordnet diese Entwicklung in die Geschichte von Wissenschaft, Politik und gesellschaftlicher Verantwortung ein und eröffnet damit eine differenzierte Perspektive auf die Institutionengeschichte.
Historische Bildung als unmittelbares Kunsterlebnis des Ortes
Die Ästhetische Erfahrung dieses Stadtrundgangs entsteht nicht durch Malerei oder Skulptur, sondern durch die Werkbetrachtung historischer Spuren im öffentlichen Raum. Fassaden, Wege und Plätze werden zu Quellen. Die Ausstellungsatmosphäre verlagert sich nach draußen: Licht, Raumwirkung und die Bewegung durch Erlangens Zentrum verbinden sich mit fachkundiger Vermittlung und kritischer Erinnerungskultur.
Vom Kriegsbeginn bis zu bedrohlichen Kontinuitäten
Der Rundgang spannt einen Bogen von der Machtübernahme bis zum Kriegsende und thematisiert auch Kontinuitäten, die bis in die Gegenwart reichen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie politische Ideologien in den Alltag eindringen, wie Ausgrenzung gesellschaftlich wirksam wird und welche Verantwortung historische Bildung heute trägt.
Fazit: Ein Rundgang, der Erinnerung verortet
Besucherinnen und Besucher erwartet eine etwa 1,5- bis 2-stündige Führung mit historischen Fakten, lokaler Perspektive und eindringlicher kultureller Bildung. Wer Erlangens Geschichte im Nationalsozialismus verstehen und Erinnerung an konkreten Orten erleben möchte, sollte diesen Rundgang unbedingt live besuchen.
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