Flüstern im Lärm in Erlangen: Objektkunst zwischen Alltag und Verfremdung


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Wenn Bilder leise sprechen: Flüstern im Lärm in Erlangen
Die Ausstellung Flüstern im Lärm – Leise Vermutungen präsentiert vom 23. September bis zum 10. November 2026 rund 45 Objektbilder, Collagen und Skulpturen des Hetzleser Künstlers Thomas R. Hoess. In der Galerie Treppenhaus entsteht ein offener Denk- und Wahrnehmungsraum, in dem vertraute Dinge ihre ursprüngliche Funktion verlieren und als poetische, irritierende Bildzeichen neu erscheinen.
Objektkunst zwischen Alltag und Verfremdung
Thomas R. Hoess verbindet Alltagsgegenstände, Bildfragmente und unterschiedliche Materialien zu eigenständigen visuellen Erzählungen. Seine Assemblagen, Collagen und Objekte wirken zugleich konkret und rätselhaft. Ein Stuhl, eine Sanduhr oder ein scheinbar nebensächliches Fragment treten aus ihrem gewohnten Zusammenhang heraus und entwickeln eine neue Präsenz.
Die Werkbetrachtung führt in eine Kunstwelt voller Zwischenräume. Formen, Oberflächen und Materialspuren erzählen von Gegenwart, Zeitgeist und menschlicher Wahrnehmung. Die Arbeiten behaupten nicht einfach eine eindeutige Botschaft, sondern öffnen einen Assoziationsraum zwischen Ironie, Erinnerung und poetischer Mehrdeutigkeit.
Eine Ausstellungsatmosphäre voller Zwischentöne
Die Galerie Treppenhaus im lichtdurchfluteten Medical Valley Center bietet den Werken einen ungewöhnlichen architektonischen Rahmen. Kunst begegnet hier unmittelbar dem Alltag und der Bewegung im Gebäude. Beim Vorübergehen erschließen sich einzelne Details zunächst flüchtig, bevor eine aufmerksamere Betrachtung ihre erzählerische Wirkung freilegt.
Die ästhetische Erfahrung entsteht aus dem Wechsel von Nähe und Distanz, Vertrautheit und Verfremdung. Materialien erscheinen greifbar und geheimnisvoll zugleich. Die Raumwirkung lenkt den Blick immer wieder neu und macht den Ausstellungsbesuch zu einem sinnlichen Kunsterlebnis, das Neugier und persönliche Deutung anregt.
Assemblage, Collage und Skulptur als Denkformen
Kunsthistorisch knüpft die Ausstellung an zentrale Verfahren der modernen und zeitgenössischen Objektkunst an: Sammeln, Umdeuten und Neuarrangieren. Wie in der Assemblage werden Materialien nicht nur formal eingesetzt, sondern auch als Spuren gesellschaftlicher Wirklichkeit lesbar. Das scheinbar Banale erhält eine neue Bedeutung, sobald es in eine unerwartete Beziehung zu anderen Dingen tritt.
Die Ausstellung lädt zur kulturellen Bildung durch genaue Wahrnehmung ein. Was geschieht, wenn ein Gegenstand seine Funktion verliert? Wie verändert sich ein Bild, sobald es in den Raum greift? Und welche Geschichten entstehen aus der Verbindung scheinbar unvereinbarer Elemente? Thomas R. Hoess beantwortet diese Fragen nicht abschließend, sondern verwandelt sie in offene visuelle Vermutungen.
Fazit: Kunst als leise, eindringliche Erfahrung
Besucherinnen und Besucher erwartet eine Ausstellung, die mit konzentrierten Materialien, überraschenden Bildzusammenhängen und stiller Ironie arbeitet. Flüstern im Lärm – Leise Vermutungen bereichert die ästhetische Erfahrung durch eine Kunst, die nicht laut erklären muss, um nachhaltig nachzuwirken. Wer zeitgenössische Objektkunst, Assemblage und poetische Werkbetrachtung live erleben möchte, sollte der Galerie Treppenhaus in Erlangen unbedingt einen Besuch abstatten.
Offizielle Kanäle von Thomas R. Hoess:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.lichtverlangen.com/










