Andrea von Treuenfeld in Erlangen: Lesung über Israelis in Berlin nach dem 7. Oktober


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Persönliche Stimmen aus Berlin: Andrea von Treuenfeld liest über das Leben nach dem 7. Oktober
Am 12. Oktober 2026 stellt Andrea von Treuenfeld in Erlangen ihr Buch Israelis in Berlin nach dem 7. Oktober vor. Die Lesung mit anschließendem Gespräch widmet sich einer vielstimmigen israelischen Community, deren Alltag sich durch die Ereignisse des 7. Oktober 2023 nachhaltig verändert hat.
Biografische Erzählungen zwischen Israel und Berlin
Für ihr dokumentarisch-biografisches Buch führte Andrea von Treuenfeld Gespräche mit 18 Israelis, die seit vielen Jahren in Berlin leben. Ihre Lebenswege erzählen vom Aufwachsen in Israel, von Familie, Beruf, Migration und dem Ankommen in Deutschland. Dabei entsteht kein eindimensionales Bild, sondern ein facettenreiches Panorama persönlicher Erfahrungen.
Zu Wort kommen Menschen mit unterschiedlichen religiösen und gesellschaftlichen Hintergründen. Auch christliche und muslimische Israelis finden Raum, denn die israelische Gesellschaft ist religiös und kulturell vielfältig. Die literarische Form der biografischen Erzählung verbindet journalistische Recherche mit genauer Beobachtung und unmittelbarer menschlicher Nähe.
Eine Lesung über Zugehörigkeit und Verunsicherung
Berlin galt vielen Israelis lange als Ort der Freiheit und als Gegenwelt zu den Spannungen des Herkunftslandes. Nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 und angesichts zunehmender antisemitischer Übergriffe veränderte sich dieses Sicherheitsempfinden. Die Lesung macht sichtbar, wie politische Zäsuren in private Biografien hineinwirken.
Andrea von Treuenfelds Stil bleibt nah an den Stimmen ihrer Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner. Die sprachliche Qualität liegt in der Konzentration auf konkrete Lebensgeschichten: auf Erinnerungen, Hoffnungen, Ängste und die Frage, wie sich Heimat unter veränderten Bedingungen anfühlt. Das anschließende Gespräch eröffnet Raum für Einordnung, Nachfragen und den kulturellen Diskurs über jüdisches Leben, Migration und Antisemitismus.
Literarisches Erlebnis mit gesellschaftlicher Bedeutung
Andrea von Treuenfeld arbeitet als freie Journalistin und Autorin. In ihren Büchern beschäftigt sie sich wiederholt mit Erinnerungskultur, jüdischem Leben und biografischen Erfahrungen. Ihre Recherche verbindet journalistische Genauigkeit mit einer sensiblen Porträtkunst, die individuelle Perspektiven ernst nimmt und gesellschaftliche Zusammenhänge sichtbar macht.
Die Lesungs-Atmosphäre in der Villa an der Schwabach verspricht einen konzentrierten Abend zwischen Literatur, Zeitgeschichte und Gespräch. Besucherinnen und Besucher erleben eine Autor-Begegnung, die nicht bei der Buchvorstellung stehen bleibt, sondern Fragen nach Zugehörigkeit, Sicherheit und Verantwortung in der Gegenwart stellt.
Fazit: Ein Abend für genaue Stimmen und offene Fragen
Die Veranstaltung bietet persönliche Einblicke in das Leben von Israelis in Berlin nach dem 7. Oktober und verbindet Lesung mit gesellschaftlicher Reflexion. Wer sich für Gegenwartsliteratur, jüdisches Leben, Erinnerungskultur und dokumentarisches Erzählen interessiert, erlebt in Erlangen einen eindringlichen literarischen Abend. Eine Anmeldung bei BildungEvangelisch wird empfohlen.
Offizielle Kanäle von Andrea von Treuenfeld:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- Website: kein offizielles Profil gefunden
- Verlag: https://neofelis-verlag.de/










