Was konnten sie tun? Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Stadtarchiv Erlangen


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Widerstand sichtbar machen: Eine Ausstellung über Mut, Entscheidung und Verantwortung
Die Ausstellung Was konnten sie tun? Widerstand gegen den Nationalsozialismus 1933-1945 im Stadtarchiv Erlangen rückt eine der drängendsten Fragen der deutschen Geschichte ins Zentrum: Welche Handlungsspielräume blieben unter der Diktatur, und wie nutzten Einzelne sie trotz Gefahr? Die Präsentation zeigt Widerstand nicht als einheitliche Heldenerzählung, sondern als vielschichtiges Feld zwischen politischer Opposition, religiöser Haltung, persönlichem Gewissen und stiller Verweigerung.
Ein Gang durch die Konflikte der Zeit
Die Ausstellung entfaltet ihre Wirkung über die Kraft der historischen Dokumente und die nüchterne Klarheit der Tafeln. Gerade diese Reduktion lenkt den Blick auf das Wesentliche: auf Biografien, Entscheidungen und Folgen. Das Kunsterlebnis besteht hier nicht in ästhetischer Opulenz, sondern in der intensiven Werkbetrachtung historischer Zeugnisse, die Fragen an die Gegenwart stellen. Wer durch den Lesesaal des Stadtarchivs tritt, erlebt eine Ausstellungsatmosphäre, in der Wissen, Erinnerung und politische Bildung eng zusammenrücken.
Widerstand in vielen Formen
Die Schau macht deutlich, dass Widerstand gegen den Nationalsozialismus nicht nur aus spektakulären Taten bestand. Sie zeigt die Spannweite zwischen offenem Protest, konspirativen Netzwerken, kirchlichem Einspruch, Hilfe für Verfolgte und der bewussten Verweigerung gegenüber dem Regime. Gerade in dieser Differenzierung liegt ihre historische Qualität. Die Ausstellung vermittelt damit auch ein wichtiges kulturpädagogisches Anliegen: politische Urteilskraft entsteht aus genauer Kenntnis der historischen Bedingungen.
Erlangen als Ort historischer Erinnerung
Das Stadtarchiv Erlangen ergänzt die Wanderausstellung um Bezüge zur lokalen Geschichte. Dadurch wird sichtbar, dass die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus nicht abstrakt bleibt, sondern in die Stadtgesellschaft hineinragt. Für Besucherinnen und Besucher eröffnet sich ein konzentrierter Zugang zu einer zentralen Epoche des 20. Jahrhunderts, getragen von archivischer Expertise, historischer Forschung und politischer Bildungsarbeit.
Besuch mit Erkenntnisgewinn
Die Ausstellung ist während der regulären Öffnungszeiten des Lesesaals sowie im Rahmen von Veranstaltungen zugänglich; Gruppen können sich anmelden. Der Eintritt ist frei. Wer sich für Erinnerungskultur, Zeitgeschichte und die Bedingungen von Zivilcourage interessiert, findet hier einen ebenso lehrreichen wie bewegenden Ort. Ein Besuch lohnt sich unbedingt, denn diese Ausstellung verbindet historische Präzision mit einer eindringlichen Frage an unser heutiges Verantwortungsbewusstsein.
Offizielle Kanäle von Stadtarchiv Erlangen:
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- YouTube: https://www.youtube.com/@Erlangenweb
- Website: https://erlangen.de/amt/66426









