Was konnten sie tun? Widerstand im Stadtarchiv Erlangen erleben


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Wie Widerstand im Lesesaal lebendig wird
Die Ausstellung Was konnten sie tun? Widerstand gegen den Nationalsozialismus 1933-1945 führt im Stadtarchiv Erlangen in ein Kapitel deutscher Geschichte, das bis heute unter die Haut geht. Sie zeigt nicht nur die bekannten Formen des Widerstands, sondern auch jene stilleren Gesten der Verweigerung, der Hilfe und der inneren Distanz, die in einer Diktatur oft übersehen werden.
Historische Präzision und moralische Spannung
Die Präsentation basiert auf einer Wanderausstellung des Deutschen Widerstandsmuseums in Kooperation mit der Stiftung 20. Juli 1944. Auf informativen Tafeln entfaltet sich ein breites Panorama widerständigen Handelns: offener Protest, politische Gegenrede, Hilfe für Verfolgte und zivile Unangepasstheit. Gerade diese Differenzierung macht die Schau so eindringlich, denn sie fragt nicht nach einfachen Heldenerzählungen, sondern nach realen Handlungsspielräumen im Nationalsozialismus.
Ein Kunsterlebnis der stillen Art
Auch wenn es sich um eine historische Ausstellung handelt, entsteht im EG-Lesesaal des Stadtarchivs eine konzentrierte Ausstellungsatmosphäre. Die ruhige Raumwirkung, die sachliche Präsentation und das klare Licht lenken den Blick auf das Wesentliche: auf Dokumente, Argumente und Zeugnisse einer bedrohten Zeit. Die Werkbetrachtung wird hier zur Lektüre von Geschichte, zur ästhetischen Erfahrung des Nachdenkens.
Bildung, Erinnerung und demokratische Verantwortung
Das Stadtarchiv Erlangen versteht sich als Ort kultureller Bildung, historischer Forschung und Vermittlung. Die Ausstellung spricht Schulen, Studierende, historisch Interessierte und alle an, die Erinnerungskultur nicht als Pflichtübung, sondern als Gegenwartsthema begreifen. Besonders im Kontext heutiger Debatten über Demokratie, Haltung und Zivilcourage gewinnt die Schau ihre Aktualität.
Besuch im Stadtarchiv Erlangen
Die Ausstellung ist im Stadtarchiv Erlangen in der Luitpoldstraße 47 zu sehen. Der Lesesaal ist nach städtischen Angaben barrierefrei per Aufzug erreichbar. Das Haus bietet zudem geregelte Öffnungszeiten, telefonische Auskünfte und die Möglichkeit zusätzlicher Termine für die Benutzung des Lesesaals.
Fazit: Diese Ausstellung verbindet historische Aufklärung mit dichter Atmosphäre und gesellschaftlicher Relevanz. Wer verstehen will, wie Mut, Gewissen und Verantwortung unter einer Diktatur sichtbar werden, sollte diesen Besuch nicht verpassen. Ein Gang ins Stadtarchiv Erlangen verspricht eine präzise, berührende und nachwirkende Begegnung mit der Geschichte.
Offizielle Kanäle von Stadtarchiv Erlangen:
- Instagram: https://www.instagram.com/stadt.erlangen/
- Facebook: https://www.facebook.com/Stadtverwaltung.Erlangen
- YouTube: https://www.youtube.com/@Erlangenweb
- Website: https://erlangen.de/themenseite/informationsservice/stadtarchiv?config=stadtarchiv_erlangen&r=1&vid=411366_2026-05-06T08%3A00










